Namensgebung und Geschichte:
Benannt ist der Topas nach der Insel „Topasos“ (heute Zebirget) im Roten Meer, wo er erstmals gefunden wurde. Im 18.Jahrhundert war der Schneckenstein im sächsischen Erzgebirge die berühmteste Lagerstätte.
Von dort stammten auch die 485 weingelben Steine, die in die englische Krone eingearbeitet wurden.
Allgemein:
Topas kommt in Erstarrungsgesteinen besonders in sehr grobkörnigen Pegmaiten vor, wo sehr große Kristalle gebildet werden können wie beispielsweise der Kristall mit einer Größe von 80x60x60 cm, der in Fazenda do Funil gefunden wurde. Die Kristalle entstehen, wenn heiße Flüssigkeiten aus dem Magma in Gesteinshohlräume sickert.
Manchmal ist die Ähnlichkeit des Topas mit einem Diamanten sehr groß. Der 1680-karätige „Braganza“ in den Kronjuwelen des portugiesischen Königs galt einst als größter jemals gefundener Diamant.
Er ist heute der wohl berühmteste Topas.
Farblose Topase werden durch Bestrahlung oder Erhitzen veredelt. So erhalten sie beispielsweise ein kräftiges leuchtendes blau.
Fundorte:
Epprechtstein/Fichtelgebirge, Schneckenstein/Sachsen, England, Brasilien (Minas Gerais), Sri Lanka, Pakistan, Rußland
Umgang/Pflege:
Der Topas ist vor Temperaturänderungen und Stoß zu schützen. Behandelte Steine können ihre Farbe verlieren. Bestrahlte Steine können außerdem radioaktiv sein.
Reinigung in Seifenwasser reicht aus.
Verwendung:
Topas wird faßt ausschließlich im Facettenschliff und im Cabochon für Schmuckzwecke eingesetzt.
Vereinzelt wird er als keramischer Rohstoff genutzt.