Namensgebung und Geschichte:
Der Name Lapislazuli setzt sich aus dem persischen Wort „azul" = blau und dem lateinischen Wort „lapis“ = Stein zusammen. Lapislazuli wird schon seit Altertum zur Herstellung von Mosaiken, Schnitzarbeiten, Vasen und Schmuck verwendet. Früher wurde Lapislazuli zermahlen und für das Pigment Ultramarinblau genutzt, das aber inzwischen durch künstliches Ultramarinblau ersetzt wurde.
Allgemein:
Lapislazuli kommt in Kalkstein und natriumreichem Marmor vor.
Er besteht im wesentlichen aus dem blauen Mineral Lasurit. Beigemengter Calcit bewirkt hellere Farben. Oft tritt Pyritimprägnation auf das heißt, ein später entstandenes Gestein, in diesem Fall Pyrit, füllt feinste Hohlräume des Lapislazuli. Die kleinen Pyritpartikel, die auf charakteristische Weise in dem blauen Stein verteilt sind, wirken wie Goldsprenkel und sind ein Zeichen der Echtheit des Lapislazuli.
Seit Jahrzehnten gibt es Nachahmungen des Lapislazuli.
Eine Imitation des Lapislazuli erhält man durch Färbung zerbrochenen Quarzes.
Das Mineral Jaspis wird, wenn es blau gefärbt wird, „Deutscher Jaspis“ oder „Blauer Onyx“genannt.
Fundorte:
Afghanistan (Hindukuschgebirge), Rußland, Chile, USA
Umgang/Pflege:
Schmuck mit Lapislazuli wird problemlos in Seifenwasser gereinigt. Niemals mit Dampf reinigen! Vor Temperaturschwankungen und Säuren muß er geschützt werden.
Verwendung:
Lapislazuli wird für Schmuckzwecke im Cabochon, Tafelschliff und seltener im Facettenschliff geschliffen. Desweiteren werden kunstgewerbliche Gegenstände gefertigt.